Rundgespräche:

I3 = Ideen, Innovationen und Inspirationen gemeinsam im Dialog entwickeln

DRAFT der für I3 entwickelt wurde und in den zu I4 aktuelle Hinweise und Weiterentwicklungen eingearbeitet wurden.


Die Form des freien Dialogs kann sehr gut eine der effektivsten Möglichkeiten sein, die Krisen zu untersuchen, denen sich die Gesellschaft gegenübersieht. Mehr noch, es könnte sich herausstellen, dass diese Form des Austauschs von Ideen und Information von fundamentaler Bedeutung ist, um Kultur so zu verändern, dass Kreativität freigesetzt werden kann“.

David Bohm i

Kurzbeschreibung

Es handelt sich hierbei um einen Prozeß, in dem sich die Trennung zwischen den Gesprächspartnern, Vortragenden und Teilnehmern aufhebt, schafft doch erst der Zuhörende den Raum, in dem der Sprechende seine Ideen entwickelt. Eine von vielen Möglichkeiten, diesen Raum zu schaffen, ist die Umsetzung der Idee von "Rundgesprächen an Magic Round Tables", in denen sich das Gespräch durch die Vergabe oder besser das Verschenken von Rede- und Zuhörzeit, symbolisiert durch Zeiteinheiten, lebendig und transparent entwickeln kann. Durch die klare Begrenzung der Gesamtzeit und die Ermutigung von Beiträgen können gemeinsame Interessen gefördert, Teilnehmer zur Vertiefung angeregt und so neue Lösungen und Synergien entwickelt werden.

Rundgespräche

Der alte deutsche Begriff Rundgespräche hat es in sich. Wir benutzen dieses Word seit fast 15 Jahren weil es wie Gesprächskreis deutlich macht worum es gehtii. Die organisatorische Herausforderung wächst natürlich mit der Teilnehmerzahl einer solchen Gesprächs und neue Herausforderungen wie Videokonferenzen – also auch zeitversetzer, a-synchroner Kommunikation mit all ihren Vor- und Nachteilen sind zu bedenken. Dazu später mehr. Auch die Erörterung von Sachlagen, die Klärung von Begriffen und Kontexten, Werten, Ebenen und Sprachen sind ein weiteres Thema das weiterer Vertiefung Bedarfiii

Spielregeln

Bei der Vorgabe von einer Stunde Gesamtzeit und sieben Gesprächsteilnehmenden werden jeweils sieben Minuten Redezeit, symbolisiert in Form von Steinen, Nudeln, Nüssen etc. an jede Person verteilt. Nach einer kurzen Vorstellungsrunde, in der jede Person kurz sich und ihr Anliegen skizziert, können diese Zeiteinheiten verschenkt und damit in Zuhörzeit umgewandelt werden. In der Regel beginnt die Person, die die meisten Zeiteinheiten bekommen hat, mit der Eröffnung des Gesprächs, sie kann - muß aber nicht - solange reden, wie sie Zeit zur Verfügung hat. Eine Moderatorin achtet auf Einhaltung der Regeln und die Zeit und nimmt die Zeiteinheiten an sich, wenn diese verbraucht sind. Hat eine Person ihre Redezeit verbraucht, also keine Zeiteinheiten mehr vor sich liegen, können die anderen - bei Interesse - ihre eigene Redezeit als Zuhörzeit verschenken, und so die Person ermutigen, ihr Thema weiter zu entwickeln. Auf diese Weise bleibt das Gespräch dynamisch und transparent - es gibt keine starren Redezeitbegrenzungen wie in üblichen Diskussionsgruppen, sondern das Zuhören wird als aktiver Bestandteil des Gesprächs und als besondere Qualität erkannt, da die Inhalte das Interesse der gesamten Gruppe zu dieser Zeit und an diesem Ort symbolisieren. Durchaus kann eine Person auch in diesem Spiel die gesamte Redezeit bekommen, wenn sie in dem Moment zum Medium oder Katalysator der gesamten Gruppe wird, und wenn die Teilnehmer dies wünschen.


Einführung und Organisation der I3:

Franz-Reinhard Habbel, DStGB, Heiner Benking, Open-Forum

Rundgespräch Moderatorin: Farah Lenser, Open-Forum

PS: Artikel zur Methode Rundgespräche, Erfahrungsberichte und Einordnung in Bezug zu anderen Dialogformaten und einer immer notwendiger werdenden Gesprächs- und Entscheidungskulturverbesserung finden sich in früheren Publikationen, von denen einige einführende Texte auf Deutsch in der Literatur vorangestellt werden. Unten werden selbstorganisierte Dialog- und Konfererenzformate besprochen und der Zusammenhang von Gesprächs- und Entscheidungskultur skizziert.


Ziel ist bis zur I3 auf der Messe Moderner Staat: siehe http://www.innovators-club.de/RD IN DEN NÄCHSTE http://www.innovators-club.de/rundgespraeche einen guten Überblick zum Feld Gesprächs- und Entscheidungskultur, Regierungskunst und Governance zu geben. Es ist dabei an eine Collage und Neue Verbindung und Weiterentwicklung bereits vorhandener Texte gedacht, siehe die Fußnoten und Literaturhinweise. Zwischenzeitlich mögen diese Seiten www.benking.de/dialog/ als gute Zusammanfassung mit vielen Hinweisen und Referenzen dienen - leider teils-teils: English & Deutsch.



Inhaltsverzeichnis

Kurzbeschreibung 1

Rundgespräche 1

Spielregeln 1

Einführung in den thematischen Gesamtzusammenhang: 3

Dialogformate, Konferenzformen, die Auswirkungen auf unsere Gesprächs- und Entscheidungskultur, und die Notwendigkeit ergebnisorientierter, konkreter Abstimmungen und die Begleitung konkreter Schritte 3

Rundgespräche: 4

Zur Gesprächsanornung als Runde oder Spirale - als Bühne für Gemeinschaft, oder einem Kreis der Aufmerksamkeit und Achtsamkeit als verbindendes Element 4

Kreativität, Imagination und Überraschungen und die „Magic“ eines „Heureka“, eines Co-kreativen „Einschwingens“ als Gruppe (subsuming and resonnating) und Gemeinsamkeiten und Unterschiede ausarbeiten und kultivieren 4

Der Kreis und virtulle (online) „Kreise“ als verbindendes Elementix 5

Systemische Grundlagen 5

Open-Forum Magic Roundtables oder Rundgespräche 6

als Alternatantive zum Runden Tisch 6

Kombinationen verschiedener Modelle der Kommunikation 6

Ein Sonderfall: Open-Forum Magic Roundtables oder Rundgespräche 6

Kritische Rahmenbingungen und Erfolgsfaktoren 6

Warum unterscheiden wir nun Rundsgespräche (Open-Forum) von „Open Space“? 7

Aufmerksamkeits-Marktplatzxii 7

Zeitkreditgesprächsverfahren und Großgruppen DaZiBao 7

Im folgenden sind ein paar Überschriftern und Auszüge/Abschnitte eines Artikels mit Farah Lenser eingeschoben. 8

Open Space Prinzipien 8

Konventioneller Rahmen oder Offener Raum ? 9

Freier Dialog 9

Spirit und Flow 10

Verbindung traditioneller Formen mit modernen Elementen 10

Kombinationen verschiedener Modelle der Kommunikation 11

Ein Sonderfall: Open-Forum Magic Roundtables oder Rundgespräche 11

Das Gespräch – ein Tanz: mal führt der eine, mal der andere 11

Side - Events und Open - Forum Rundgespräche 11

Großgruppen und OnlineVerfahren 11

Dank und Epilog 11

Ausgewählte Literatur- Einführungstexte: 12

Literaturempfehlungen, Referenzen, Fußnoten 12

Steinbruch: Notes: 13

Amazon.com: Futures Research Methodology, v2.0: Jerome C. Glenn ... 13

Doug Engelbart's Colloquium at Stanford | Biography: Jerome Glenn 13


Einführung in den thematischen Gesamtzusammenhang:

Dialogformate, Konferenzformen, die Auswirkungen auf unsere Gesprächs- und Entscheidungskultur, und die Notwendigkeit ergebnisorientierter, konkreter Abstimmungen und die Begleitung konkreter Schritte

In der Regel werden Konferenzen durch einige Experten vorbereitet, ein "call for papers" versucht die relevanten Stimmen für ein bestimmtes Thema einzuladen und davon ausgehend werden die Programmthemen sorgfältig ausgewählt. Gespräche- und Sitzungen werden und müssen langfristig geplant werden, der Vorsitz und die Tagesordnung sind klar uns so können effektiv, zur rechten Zeit Inhalte vorgestellt, Vorträge gehalten werden. Doch wir wissen das oft entschuldigt werden muss, das Programme sich verändern und Zeiten verschoben werden müssen. So können sogenannte Konferenz-“Hopper“ nicht die gewünschen Vorträge hören oder Redner die nur für ihr „Slot“ einfliegen finden plötzlich „Realitäten“ vor. Auf der Strecke bleibt so leider allzuoft die Aussprache und Diskussion, denn die Texte könnten ja auch woanders, frühzeitig oder später nachgelesen werden. Was wäre nun wenn die Inhalte häufiger vorher vorgelegt würden, wenn also nur noch die Aussprache, die Diskussion, die Synthese und praktische Auswirkungen und Maßnahmen gemeinsam vor Ort ab- und ausgehandelt würden?

Zusätzlich zur Planung und Organisation von Veranstaltungen, Verhandlungen, Anhörungen oder Ausschüssen erscheint jedoch ein weiteres Element notwendig: Raum geben für den Austausch, die Erörterung und Diskussion von Meinungsunterschieden und die Findung und Vereinbarung zur Durchführung und Begleitung konkreter Schritte.

Wir empfehlen sehr Fachkonferenzen oder Kongresse, doch diese - wie angedeutet - effektiver durch mehr Erörterung und Aushandlung nach einer Zusammenfassung des Autors zu gestalten und in einen Vor- und Nebenprogramm die Teilnehmer, Positionen, und Erwartungen in einer „Runde“ vorab kennenzulernen und schneller miteinander ins Gespräch zu kommen ist anliegen dieses Papiers. Rundgespräche finden im Idealfall in einem Kreis von 7± 4 Teilnehmendeniv statt, aber auch größere und virtuell Formate sind erprobt worden. Wohlgemerkt, es geht nicht darum ein lockeres Kennenlernen zu formalisieren. Wo dies am Tisch oder auf dem Markt möglich ist, ist der formlosen Runde der Vorzug zu geben. Sobald aber die Zeit begrenzt ist, die Runde größer wird, noch andere Punkte auf dem Zettel stehen, oder Einzelne nach dem „Eminenz-Dauerredner-Prinzip“ das Gespräch dominieren, bedarf es Rahmensetzungen und Vereinbarungen – die Thema diese Papiers sind.

Wir sprechen hier also gerade von Rahmensetzungen und Vereinbarungeni und zusätzlich zum Prinzip der Selbstorganisation. Oft sind Organisatoren einer Konferenz‚ ‚nur noch’ damit beschäftigt sind, Veranstaltungen geordnet abzuwickeln. Es gilt das Veranstaltungs-Programm zu sichern und dabei geraden allzuleicht die Ziele aus den Augen. Diese nicht nämlich nicht das l von Statements oder „Papers“ so wie schon immer der Lehrer und Professor frontal vorgelesen hat, sondern der Austausch, die Synthese und Verhandlungen und Verabredungen nächster pragmatischer Schritte. Letztendlich geht es um zu einer erfolgreichen Gesprächs-und Entscheidungskultur zu kommen, nicht nur um die Rahmenbedingungen räumlicher und zeitlicher Art, sondern auch um die Einstellungen und Erwartungen der Auftraggeber und Teilnehmer in gleicher Weise.

Abschliessend geht der Beitrag auch auf selbstorganisierte (Groß)-Gruppenverfahren wie den Open-Space ein: Diese entstanden weil Teilnehmer die Pausen als den wichtigsten, ergiebigsten Teil von Veranstaltungen betrachteten und der Organisator frustriert sein mühevolle Planung und Koordination über Monate als wenig geschätzt erkannte. So sehr wie der Open-Space geschätzt wird, so sehr gibt es aber auch Stimmen, besonders bei den Auftraggebern und Vortragenden die bestimmte Inhalte vermitteln möchten. Rundgespräche und andere selbstorganisierte Verfahren laden zur Kombination der Formate ein. Sicher können Impulsbeiträge vor einer selbstorganisierten Teil das „Salz in der Suppe“ sein oder orientierend wirken können, aber eben sollte auch Raum für neue, ungeplante Inhalte (Gewürzen) gegeben werden.

Nur als Ausblick kann hier auf eine notwendige, verbesserte Entscheidungskultur eingegangen werden. Die Globalisierung, neue Medien, eine am Horizont gesehenen Cyber-Kultur mit noch größere Zeichenvielfalt, Komplexität, Dynamik und Fülle müssen gesehen und der Einzelne dabei nicht verloren gehen.

Bei der I3 verwenden wir verschiedene Verfahren, denn es werden nicht nur Experten zur Rahmung und Vertiefung eingeladenv, sondern auch Zufalls- und Überraschungsgäste, denn es werden neue Sichten, Perspektiven, Methoden, Erfahrungen und Ideen gebraucht, denn neue Probleme oder Aufgaben erfordern eine gesunde Mischung aus Praxiserfahrung und Innovation, Imagination und Kreativität, dem Thema auf dem Stand der Messe.

Generell kann man sagen, dass das zu wählende Format von folgenden Rahmenbedingungen abhängt: Erwartungen von Teilnehmern, Auftraggebern (so vorhanden), dem Publikum, aber auch von der Räumlichkeit, dem Zeitrahmen, dem Budget oder der Möglichkeit Teilnehmer und Beobachter einzubeziehen. Dies hängt natürlich nicht nur von den Rahmenbedingungen ab und wer sich einfindet. Man spricht so einfach von Teilnehmern, doch sind dies Stakeholders, Risktakers, Drivers und Observers wie es so schön im englischen Sprachraum heisst. Doch selten wird betrachtet wie sich der Proporz zwischen Interessierten, Verwaltern, Beobachtern und Verhinderern auf das Gespräch und die Ergebnisse und Entscheidungsqualität auswirkt und ob die Vielfalt des Potentials der Komplexität der Probleme entspricht und so einen Lösungsraum überhaupt eröffnen kann.


Rundgespräche:

Zur Gesprächsanornung als Runde oder Spirale - als Bühne für Gemeinschaft, oder einem Kreis der Aufmerksamkeit und Achtsamkeit als verbindendes Element

Das Zusammenkommen im Kreis ist dabei konstitutives Element und inspiriert von der Praxis traditioneller Kulturen, die auf diese Weise sicherstellen wollen, dass jede Person unabhängig von ihrer gesellschaftlichen Stellung ihren Teil zu einer Problemlösung einbringen kann.

Man vermutet vielleicht, dass ein solcher Kreis auf eine kleine Anzahl von Menschen beschränkt sein müsse. Tatsächlich wurden solche Open Spaces aber bereits mit bis zu 2000 Menschen durchgeführt und bei einer Koppelung mit moderner Technologie könnte ein realer Open Space, der in New York stattfindet mit einem, der in Tokio und einem weiteren, der in Stockholm stattfindet virtuell verbunden werden.


Kreativität, Imagination und Überraschungen und die „Magic“ eines „Heureka“, eines Co-kreativen „Einschwingens“ als Gruppe (subsuming and resonnating) und Gemeinsamkeiten und Unterschiede ausarbeiten und kultivieren

Erstmals im Jahre 1995 haben wir das Wort „Magic Roundtable“ verwendetvi. In der englischen Sprache ist das problemlos – doch das deutsche „Magisch“ hat Ko-Notationen die sich für das was hier gemeint ist schwierig gestalten. Gemeint ist Magic im Sinne von „ein Zauber inne wohnen“ (Goethe), etwas was nicht direkt sichtbar und erklärbar ist, sich erst zwischen den Worten und Kontexten im Gespräch „plötzlich einstellt“, eine „Kunst“. Siehe hierzu auch was als „Art of the Arts“ii - die Verbindung exakter und schöner Künste durch Kommunikation genannt wurde.

Dies ist überhaupt nichts ungewöhnliches, den nicht alles muss explizit gemacht werden, „meme“ springen über in der Co-Kreation, wie die Salonkultur in vielen Gesellschaften kultiviert. Es gilt sich einzuschwingen und übe die engen Barrieren vom Ich und Du, unsere Denkschachteln, Schablonen, Engführungen und selbstgeschaffenen Barrieren, Schranken und Mauern und Schranken in unserm Denken hinweg. Denn zu oft sind wir fixiert, fest und eng und so fehlt uns die notwendige Leichtigkeit „Out of the Box“ neues Terrain oder neuen Sichten zu finden.

Es hat viele Zugänge dazu gegeben, denke wir nur an die Salonkultur, oder an Schleiermacher dessen Runden angeheitert und feuchtfröhlich erfolgreich waren weil die Konventionen über Bord gehen konnten und sollten und so intuitiv ohne viel Worte gemeinsames erkannt und entwickelt werden konnte. Dazu ist sicher noch viel zu sagen und zu schreiben. Dem Autor geht es darum ohne Gemeinsames zu entwickeln und zu kultivierenvii, aber gerade auch unkonventionell einer Minderheitsmeinung eine Stimme zu geben. Dazu bedarf, es wenn nicht gemeinsamer Realitäten, zumindest Vereinbarungen, Vergleiche und „Inbezugsetzungen“ von Positionen. Denn Verhältnisse sind nicht „beliebig“ sonder stehen konkret in Beziehung zueinander.

Solch eine „Beziehung“ der „Verhältnisse“ und „Positionen“ aufeinander hat mit den jeweiligen Erfahrungen und Hintergründen zu tun und kann und wird selten artikuliert, sie schwingt mit und läßt sich nicht allein in ein Wort oder ein Statement einfangen. Hier sind Ansätze in Friedensdialogen und Gruppenentscheidungen zu nennen, die von Mitgründern des Club of Rome entwickelt wurden um die „Problematique“ und Komplexität von Situationen angehen zu können. Hier werden Begriffe, Werte und Kontexte in Bezug gesetzt. Siehe dazu „Structured Dialog Processes“ und diesen Projektzielstellung: Vorschlag für die Anna-Lindh-Stiftung. Hier geht es um die Klärung und Inbezugsetzung der Begriffe, Werte und jeweiligen Hintergründe und speziellen kulturellen „Settings“. Die Kontextualisierung in Gruppenentscheidungs-Situationen. D.h.: Worüber wird gesprochen, auf welcher Ebene in welchem Sektor und vor welchen Raum- und Zeithorizionten? Das „Cognitive Panorama“ wurde als Ordnugnsrahmen zur Orientierung von Themen für Probleme neuer Arbeit im ländlichen Raum aufgegriffenviii. Hier kann nur gezeigt werden das Problemlagen im Detail exploriert werden müssen. Ein erster Schritt dazu ist aber das Gespräch. Oft ist es nicht möglich Parteien gemeinsam an einen Tisch oder in ein Gebäude zu bringen. Dies ist aber der erste Schritt den eine Shuttle-Diplomatie bringt nicht die Originalstimmen und die „Situtation hinter der Situation“, die meta-Ebene, mit an den Tisch. Rundgespräche sollen oft als Icebreaker vertrauen schaffen oder zumindestens einen Kontakt herstellen. Wieviel dann auch zwischen den Zeilen gesagt wird und wie dies qualitativ zu sehen ist steht auf einem anderen Blatt.

Der Kreis und virtulle (online) „Kreise“ als verbindendes Elementix

Das Zusammenkommen im Kreis ist dabei konstitutives Element und inspiriert von der Praxis traditioneller Kulturen, die auf diese Weise sicherstellen wollen, dass jede Person unabhängig von ihrer gesellschaftlichen Stellung ihren Teil zu einer Problemlösung einbringen kann.1x

Man vermutet vielleicht, dass ein solcher Kreis auf eine kleine Anzahl von Menschen beschränkt sein müsse. Tatsächlich wurden solche Open Spaces aber bereits mit mehreren tausenden Menschen durchgeführt und bei einer Koppelung mit moderner Technologie kann ein realer Open Space, der in New York stattfindet mit einem, der in Tokio und einem weiteren, der in Stockholm stattfindet virtuell verbunden werden. Dies geschieht schon heute durch den Open-Space Online TM und wird auch durch Webscope Online Strukturierte Dialogprozesse ermöglicht.

Die organisatorische Herausforderung wächst natürlich mit der Teilnehmerzahl einer solchen Konferenz; die inhaltliche Gestaltung jedoch liegt ganz in der Hand derjenigen, die sich dafür engagieren wollen.


Systemische Grundlagen

Die Befürworter von sich selbst organisierenden Prozessen berufen sich dabei auf Theorien des Biologen Stewart Kauffman oder auch auf die Erkenntnisse von Systemforschern wie Heinz von Foerster.

Stewart Kauffmann hat für den Bereich der Biologie entdeckt, dass molekulare Systeme, die sich am Rande des Chaos bewegen, unter bestimmten Bedingungen selbst organisierend Ordnung erzeugen können. Einige dieser Bedingungen sind z.B. eine sichere Umgebung, eine hohe Komplexität von unterschiedlichen Elementen, sowie ein großes Potential von Komplexität in Bezug auf ihre mögliche innere Beziehung und eine Bewegung hin zur Verbesserung des Status Quo2

Harrison Owen, der in den 80er Jahren damit begann, Konferenzen wie große Kaffeepausen zu organisieren, nachdem er nach Kongressen oft das Feedback bekommen hatte, dass in den Pausen die eigentliche Synergie und Kreativität aller Teilnehmenden zum Ausdruck gekommen sei, machte dabei erstaunliche Beobachtungen. Wenn er nämlich Menschen einlud, gemeinsam an einem sie bewegenden Problem zu arbeiten und dabei bestimmte Grundsätze beachtete, die an oben genannte Bedingungen für molekulare Prozesse erinnerten, dann kam auch dort dieser Prozess der Selbstorganisation zum Tragen und er erkannte darin die Kraftentfaltung lernender Systemen.

Seiner Ansicht nach ist es dabei wichtig, dass alle Teilnehmenden im Kreis zusammenkommen, da er diesen als natürliches Kommunikationsprinzip ansieht.

Sobald Leute in einem Kreis zusammen sitzen, werden sie miteinander reden; zum Teil weil sie sich nicht ausweichen können, aber auch weil der Kreis keinen Anfang und kein Ende hat. Es gibt kein oben, kein unten, es gibt keine Hierarchie und jeder ist mit jedem auf gleicher Augenhöhe.“3


Open-Forum Magic Roundtables oder Rundgespräche

als Alternatantive zum Runden Tisch

Kombinationen verschiedener Modelle der Kommunikation

Ein Sonderfall: Open-Forum Magic Roundtables oder Rundgespräche

Zwischen den beiden vorgestellten Extremen, auf der einen Seite eine Konferenz zu organisieren, die nur geladenen Rednern ein Rederecht einräumt und eines sich selbst organisierenden Open Space gibt es viele Möglichkeiten die Partizipation aller Teilnehmenden an einer Konferenz zu fördern, um einen wirklichen Dialog und transdisziplinären Diskurs in Gang zu setzen.

Dazu gehören nicht nur die üblichen „Ice Breaker“ Parties und andere eine Konferenz begleitenden social programs. Mittlerweile wurden viele Ansätze und Möglichkeiten entwickelt mit Ritualen oder auch künstlerischen Elementen Konferenzen anders zu gestalten, um eine mit allen Sinnen erfahrbare Partizipation möglich zu machen.

Dazu gehört auch die von den beiden Autoren entwickelte Idee eines Magic Round Table’s oder eines Rundgespräches, das auf dem Prinzip beruht, die Vorstellung einer passiven Zuhörerin und eines aktiven Redners zu hinterfragen und durch die Visualisierung von Redezeit die Möglichkeit zu schaffen diese in Zuhörzeit umzuwandeln, indem man sie verschenkt. und damit auch im Sinne von Heinz Foerster an das hermeneutische Prinzip vom Hörer und vom Sprecher zu erinnern: Der Hörer, nicht der Sprecher, bestimmt die Bedeutung einer Aussage.“


Kritische Rahmenbingungen und Erfolgsfaktoren

Es gibt aber nicht nur Hörer und Sprecher, es gibt Stakeholder und Risktaker, Beweger (Driver), Beobachter (Observer), Zufalls- und Überraschungsgäste, „Andere“ (Others) und es gibt nicht nur die allgemein betrachteten Annahmen und Erwartungen von Teilnehmern, Auftraggebern, Dritten,...... und dies noch tiefer und oft unbewußte, Rollenerwartungen und Konventionen. Kritische Systembedingungen und Faktoren die das Gelingen beeinflussen wurden im Rahmen der Neuen Agora aufbauend auf 40 Jahren Erfahrungen mit komplexen Problemen entwickelt. Im Backgroundpaper-1 wird darauf besonders eingegangen.iii

Siehe dazu auch die Stichworte Erwarungs-Mmanagement und Aufmerksamkeits-Management oder -Ökologie.....


Warum unterscheiden wir nun Rundsgespräche (Open-Forum) von „Open Space“?

Weiter unten wird eine Open_Space Technlogy TM die Harrison Owen aufbauend auf Intuition, Verzweiflung und den Erfahrungen mit Gruppen in seiner Zeit in Afrika gemacht hat. Der Autor als Organisator von Veranstaltungen (Facilitator) schätzt und verwendet diese gerne, nicht nur weil hier grundlegende Prinzipien entwickelt, verbreitet und dokumentiert sind, sondern weil sie zu einer Familien von Methoden gehören, die wie die hier betrachteten Rundgespräche eine Vielzahlt von unterschiedlichen Teilnehmern auf „Augenhöhe“ und selbstorganisiert in einen gemiensamen Raum- und Zeitrahmen stellen. Die hier betrachteten Formate sind selbst-organisiert, transparent, dynamisch, hierarchiefrei und laden so zu Überraschung ein, ganz im Gegensatz zur üblichen und oft auch einäugigen „oldschool“ Analyse,.Planung, Beauftragung, Management, Kontrolle von Veranstaltungen wie Gatherings oder Meetings jeder Art – doch es muss nicht so seinxi.

Open-Forum Rundgespräche können wir uns als Open-Space im Zeitraffer vorstellen, mit einem Blitzlicht auf vorhandenen Angebote und Anliegen in einer ersten Runde und einer hohen Dynamik Interaktion, Ermutigung und Einschwingen durch „Zuhören“ und so ein gemeinsames gestalten einer Themenskulptur fördern.

Sie mögen sagen, das ist ja schrecklich, warum so einen „Stammtisch“ in einer Stunde führen wenn die einzelnen Elemente wie die Vorschlagsrunde, ein Marktplatz, die Arbeitsgruppen und die Vereinbarungs- Abschlussrunde jede für sich allein schon diese Zeit benötigt.

Rundgespräche wuden entwickelt weil unter bestimmten Bedingungen nur sehr wenig Zeit zur Verfügung stand und einzelne als Dauerredner die Gruppe dominierten, oder sowieso als „Graue Eminenzen“ mit Ihrer Zeit geizen, und meinen nicht zuhören zu müssen, bzw. meinen Ihren Hut in den Ring werfen zu müssen sobald sie erscheinen um danach sofort wieder zu verschwinden. (als äußeres Zeichen angemaßter, anscheinender oder scheinbarer Wichtigkeit- ein Verhalten das wir immer rund um die Aura der Macht finden, sei es nun im Bereich der Politik, Wirtschaft, Wissenschaft, Religion, oder dem Jet-Set Showbusiness der Stars und Sternchen (Celebrities)..

Das Argument mit solchen Leuten erst gar nicht in ein Gespräch kommen zu wollen – oder zu können – ist nicht von der Hand zu weisen, doch es zeigt sich das in vielen Bereichen Zeit sehr viel kostbarer ist als man sich das gemeinhin vorstellt, und solche Eminenzen und „Celebrities“ auch selten die Erfahrung machen können das das Publikum nach den üblichem Podiumsdiskussionen wirklich qualitativ und substanziell etwas beiträgt. In der Regel sind es doch Beweihräucherungen, Ko-Referate, Ankündigungen,... die von wenigen – immer den gleichen gemacht werden – und die so das Publikum bei Veranstaltungen die aktiv zuhörend dabei waren und sich zu schade sind, sich im Hamsterrad und Stress von einer Minute oder einer Frage sich selbst bloßstellen und „outen“ wollen.

Es stellt sich aber sehr wohl raus dass Entscheider sehr wohl zuhören und nachfragen und plötzlich Zeit haben – wen der Inhalt und die Praxis-Qualität oder Konsistenz stimmt !


Aufmerksamkeits-Marktplatzxii

Solch ein Aufmerksamkeitsmarktplatz wo unterschiedliche Angebote in den Raum gestellt werden sollte natürlich möglichst ausgedehnt werden. Ein Open Space mit Ankommen, Kennenlernen, Pausen, Vorschlägen und Terminfenstern ist schon allein ein Vorgang über Stunden. Was aber nun wenn diese Zeit einfach nicht da ist, und auch nicht geschaffen werden kann da eine bestimmte, sehr breite Mischung von Teilnehmern einfach nicht über längere Zeit zusammenzuhalten ist?

Die übliche Antwort ist das man sich zu „In Camera“ Kamingesprächen nach „Chatterhouse“ Rules trifft, eventuell noch zu Hintergrundgesprächen mitausgewählten (Medien)-Vertretern, aber sehr, sehr selten auf Augenhöhe - mit wie wir scherzhaft sagen: Großen und kleinen „Kartoffeln“, Zufalls- und Überraschungsgästen.


Zeitkreditgesprächsverfahren und Großgruppen DaZiBao

Es gibt interessante Zusammenstellungen von Moderationsverfahrenxiii wo mit Ampeln, Karten, Fingerzeigen Zustimmung signalisiert und Zeitgrenzen gesetzt werden. Doch wird hier immer von einer „gerechten“ Zuteilung „per capita“ ausgegangen. Jeder hat ein Anrecht und darf ein bestimmtes Kontingent von Redezeit „abreden“ - wie langweilig. Es ist zwar besser als wenn nur wenige die ganze Zeit reden dürfen, jedoch wird viel Potenzial für Neues und Überraschungen verschenkt, wenn nicht impulsiv und kreativ jemand Redezeit bekommen kann, der hier und jetzt das sagen darf was gerade interessiert und die Aufmerksamkeit „fesselt“. Deshalb die Idee der Zeitkontingente die geschenkt und weitergegeben werden können.

Selbstverständlich gibt es Grenzen bei der Teilnehmerzahl, Veranstaltungsgröße und dem Maß an Interaktionn. Wieviele Leute können ins Gespräch kommen? Und dürfen, oder sollen Zuhörer aktiv werden? - auch durch die Medien, also on-line verbundene Teilnehmende?

Mit „Participants Messaging“ Methoden wurde nicht nur schon für den Erdgipfel in Rio De Janeiro 1992 experimentiertxiv. Sicher ist es spannend wenn die Teilnehmer in einem parallel Foum oder Universum, elektronish oder periodisch gedruckt, ihre „Senf“ dazu gebe können. Auch dies ist nicht immer willkommen, aber zentral ist der fehlende Austausch, das co-Kreativexv.

Experimente mit Großgruppen, das also hunderte Leute gefragt wurden haben wir schon 1995 gemachtxvi um zu sehen wo die Aufmerksamkeit „of the people“ istxvii. Selbstverständlich kann solch ein „Angebots-Marktplatz“ allein schon Stunden verschlingen selbst wenn sich jeder fragt was wirklich wirklich wichtig ist und kurz vorgestellt werden kann (1-2 Minuten maximal) - weshalb an asynchronen Verfahren und Datenbanken der Ideen oder der Hoffnung gearbeitet wurdexviii.

Doch was nun ? Votig und Polling ? Ist die einmalige Allokation von Redezeit eine Lösung? Wir arbeiten mit dynamischen Verfahren, schenken und weiterschenken – den erst nach den ersten Minuten stellt sich oft raus ob es sich „lohnt“ da weiter zu „investieren“ also im Rahmen de Zeitkredite – die endlich sind – 60 Strohhalme sind 60 Minuten – die erhaltene Zeit weiterzuschenken, also durch Vervielfachung des Wunsches zuzuhören das zu befördern was neu und interessant ist und praktischen, sinnvollen Nutzen verspricht.


Im folgenden sind ein paar Überschriftern und Auszüge/Abschnitte eines Artikels mit Farah Lenser eingeschoben.

Dargestellt werden darin Prinzipien des Open-Space, der Selbstorganisation, des Flow, oder der „Magic“ und wie diese im Gespräch wirken. Bitte lesen sie den vollständigen Artikel: „Räume Öffnen: Kreativität durch Dialogund weitere Texte in der Literaturempfehlung. Offene, selbstoganisierte Organisationsformen können „verwandt“ und kombinierbar sind. Verwiesen sei auch auch Großgruppen-Verfahren und Online Lösungen die später noch gesondert herausgestellt werden.


Open Space Prinzipien

Die Grundsätze, von denen er selbst sagt, dass er sie wieder entdeckt habe, da er sie als konstitutiv für die menschliche Kommunikation ansieht, formuliert er folgendermaßen:


Dabei gibt es – im Unterschied zu anderen Gruppenveranstaltungen - eine Besonderheit, nämlich das Gesetz der zwei Füße: sobald ich das Gefühl habe, zu dem Thema einer Gruppe nichts mehr beitragen zu können oder zu wollen, ehre ich die Gruppe mit meiner Abwesenheit und begebe mich entweder zu einer anderen Gruppe, setze mich ins Cafe oder mache einfach irgendwo eine Pause. Dieses Gesetz setzt zwei Erscheinungen frei, nämlich die ‚Hummel’ und den ‚Schmetterling’. Während die Hummel emsig von Gruppe zu Gruppe fliegt und irgendwo eine gute Idee aufschnappt, die sie in der nächsten Gruppe wie einen Pollen fallen lässt, sorgt der Schmetterling mit seinem einfachen nicht auf ein offensichtliches Ziel hin gerichtetem Dasein für den freien Raum, im dem das Neue, nicht Erwartete geschehen kann, indem er allein im Café sitzend andere anzieht oder beim Spaziergang im Park auf einen Gesprächspartner trifft.

Deshalb heißt es auch: Mit Überraschungen ist zu rechnen!


Konventioneller Rahmen oder Offener Raum ?

Ein solches Vorgehen steht natürlich im krassen Gegensatz zur konventionellen Art und Weise eine Konferenz zu organisieren, wo eingeladene Redner ausgewählt und die Themen sorgfältig ausgesucht werden. Diese Vorgehensweise hat sicher seine Vorzüge und verlangt nach einem kompetenten und fachlich versierten Vorbereitungsteam, das mögliche Themen und Problemstellungen nach dem letzten Stand der Wissenschaften und des Interesses auswählt. Eingeladene Referenten sind Experten für die jeweiligen Themen und bereiten sich darauf vor, den Teilnehmerinnen und Kolleginnen ihre Gedanken und Ideen zu präsentieren. Die Vorstellung anerkannte Wissenschaftler und Experten zu einem Open Space einzuladen, wo sie als einer von 250 Teilnehmenden in einem offenen Kreis ihre Ideen dem Publikum präsentieren, um sie einzuladen, in einer kleinen Gruppe parallel zu vielen anderen kleinen Gruppen mit ihnen daran zu arbeiten, ohne dass große Auditorium für sich allein in Anspruch nehmen zu können, erscheint erst einmal befremdlich zu sein.

Auf der anderen Seite scheint der alte Stil von Konferenzen mit langen Monologen oder zeitlich streng moderierten Podiumsdiskussionen oft nicht mehr gefragt zu sein. Hinzu kommt, dass geplante Diskussionen mit dem Auditorium nach Fachvorträgen oft zu kurz kommen, weil entweder Redner kein Ende finden oder der Ablauf auf Grund der Fülle der Themenbeiträge von vornherein zu knapp geplant war. Oft halten Referentinnen nach der ersten Frage den nächsten Vortrag oder jemand aus dem Publikum benutzt die Möglichkeit eine Frage zu stellen zu einem Koreferat. Die übliche Art von Organisatoren auf dieses Problem zu reagieren ist, die meist ohnehin knapp eingeplanten Pausen noch weiter zu verkürzen, was oft Teilnehmer und Referentinnen unter einen zeitlichen Stress setzt, der sich kontraproduktiv auf das gesamte Geschehen auswirkt.


Freier Dialog

So entwickelt sich meist kein inter- oder transdisziplinärer Diskurs oder gar ein Dialog im Sinne des Philosophen und Quantenphysikers David Bohm, sondern eher ein Kampf um die Redezeit und um das Mikrophon.

Wenn David Bohmiv, der in den 50er Jahren begann mit Dialoggruppen zu experimentieren, von einem freien Dialog spricht, meint er damit die Befreiung des Denkens und des Diskurses von jeglichem Tabu, da jede künstliche Begrenzung eines Problems seiner Meinung nach Lösungen verhindert. Bei seiner Beschreibung eines echten Dialoges bezieht er sich auf den griechischen Ursprung des Wortes “Dialogos“, bei dem “Logos“ das „Wort“ und “dia“ „durch“ bedeutet (und nicht etwa zwei – wie manche unbedacht annehmen). Durch diese Etymologie des Wortes Dialog entsteht für ihn die Vorstellung eines Bedeutungsstromes, der durch uns und zwischen uns fließt – ein Bedeutungsstrom, der die ganze Gruppe umfasst und der in ein neues kreatives Verstehen einmünden kann, wenn wir dafür den Raum öffnen, in dem es sich manifestieren kann.

Martin Buberv beschreibt in seinem Buch “Das dialogische Prinzip“ die Merkmale eines echten Dialoges auf eine ähnliche Weise, wenn er die Hinwendung zum Gesprächspartner in seiner personenhaften Existenz betont, die zwar eine Akzeptanz, aber keine Billigung seiner Ansichten und Absichten beinhaltet. Zum Gespräch gehört für Buber auch die Bereitschaft, sich selbst mit allem einzubringen, was man zu dem besprochenen Gegenstand im Sinn hat. Diese Rückhaltlosigkeit sei aber das genaue Gegenteil des Drauflosredens, denn wichtig sei vor allen Dingen die Überwindung des Scheins, d.h. sich nicht in Szene setzen zu wollen oder nur auf Wirkung bedacht sein.


Weil das echte Gespräch eine ontologische Sphäre ist, die sich durch die Authentizität des Seins konstituiert, kann jeder Einbruch des Scheins es versehren.“ Martin Buber


Auch Martin Buber betont – ähnlich wie David Bohm –die aktive Rolle der Zuhörenden im Gespräch, denn auch wenn nicht alle zu einem echten Gespräch Vereinten selber sprechen, so könnten doch schweigsam bleibende mitunter besonders wichtig werden. Als ein Problem betrachtet er es jedoch, wenn man auch nur einen geringen Teil der Anwesenden absichtlich nicht zu Wort kommen lasse, denn “eine als Hörstück vorgeführte Unterredung ist von einem echten Gespräch brückenlos geschieden.“

Im Gegensatz zu den Gepflogenheiten moderierter Podiumsdiskussionen betont er, dass man ein echtes Gespräch nicht vordisponieren kann. “Es hat zwar seine Grundordnung von Anbeginn in sich, aber nichts kann angeordnet werden, der Gang ist des Geistes, und mancher entdeckt, was er zu sagen hätte, nicht eher, als da er den Ruf des Geistes vernimmt.“ Wir verstehen hier, dass wir neben der intellektuellen Erkenntnis auch unser intuitives Erkennen und Mitfühlen kultivieren sollten und uns auch auf Widersprüche und Unvereinbarkeiten einlassen müssen, um vielleicht in den Mustern Ähnlichkeiten und Gemeinsamkeiten zu erkennen, die uns helfen - co-kreativ und Überraschungen einladend - scheinbar Unvereinbares doch noch innerhalb eines Kontextes einzubeziehen oder aushalten zu können.


Spirit und Flow

Auch Harrison Owen entdeckte in seinen Open Spaces das Auftauchen eines spirit, der auf eine geistige Dimension verweist, aber auch in Phänomenen auftaucht, die wir eher pragmatisch als Teamgeist bezeichnen.

Nach einem open space sagen Leute oft: ‚es war inspirierend’. Nun Inspiration bedeutet buchstäblich: be-geist-ern. Der Geist ist da, es ist nicht so, dass du den Geist hineinbringst, der Geist ist präsent und du räumst einfach ein paar Hindernisse beiseite, die ihn hindern könnten sich zu zeigen“.vi

Der Psychologe Mihaly Csikszentmihalyi untersuchte seit den 70er Jahren die Konzentrationsfähigkeit bei Künstlern und anderer kreativer Menschen, die während ihrer Arbeit ganz in ihrem Tun aufgehen und prägte dafür den Begriff Flowvii, der seiner Ansicht nach wesentlich mit dem Gefühl der Freude verbunden ist, die sich dabei einstellt.

Ein Phänomen, von dem auch Teilnehmende an einem Open Space immer wieder begeistert berichten, denn alles, was selbstorganisierend geschieht, wird initiiert von dem Engagement jeder einzelnen.

Für die Belebung von Gesprächs- und Dialogkultur erscheint es uns wichtig, die Rituale der Kommunikation neu zu bewerten und wieder zu entdecken. Dabei können wir sicher auf der einen Seite von indigenen Völkern lernen, die eine partizipative Kommunikationsstruktur einer hierarchischen vorziehen und auf der anderen Seite von den Erkenntnissen der Systemtheorie profitieren, die zeigt, dass Menschen unterschiedliche Perspektiven wahrnehmen und wertschätzen können, besonders wenn sie mit anderen in einen Dialog treten, der wie auch der Philosoph Jürgen Habermas betonte, nach einer „ideale(n) Redesituation“viii verlangt, nach einem „Raum“ in dem sich die Teilnehmer frei, offen und vertrauensvoll ausdrücken können.

Hier mehr zu Zauberhaft versus magisch !??


Verbindung traditioneller Formen mit modernen Elementen

Zu der 47. jährlichen Konferenz der Internationalen Gesellschaft für Systemwissenschaftenix wurden auch Vertreter traditioneller Kulturen wie die Maoris aus Neuseeland und “Native Americans“ eingeladen, um mit diesen gemeinsam traditionelle Methoden der sozialen Verständigung mit modernen Methoden der Kommunikation zu verbinden. So hat die Gruppe AIO (Americans for Indian Opportunity)x initiiert von LaDonna Harris einen ILIS (Indigenous Leadership Interactive System) Dialog entwickelt, der sich an den traditionellen indigenen Werten wie Beziehung, Verantwortung, Gegenseitigkeit und Umverteilung orientiert. Gleichzeitig wurden Elemente computer-gestützter Methoden der Entscheidungs- und Konsensfindung, die auf der Arbeit von Christakisxi aufbauen, miteinbezogen, aber auch dahingehend verändert oder erweitert, indem das traditionelle Zusammensitzen im Kreis als ein konstitutives Element der Konsens- und Entscheidungsfindung bestehen bleibt.

Auch der Priester, Menschenrechtsaktivist und Organisationsberater Harrison Owen, der mit dem Open Space das Symbol des Kreises wieder neu belebt hat, wurde zu dieser Idee von seinen nachhaltigen Eindrücken und Erfahrungen mit anderen Kulturen während seiner langjährigen Arbeit für das Peace Corps in Afrika inspiriert.


Kombinationen verschiedener Modelle der Kommunikation

Ein Sonderfall: Open-Forum Magic Roundtables oder Rundgespräche

Zwischen den beiden vorgestellten Extremen, auf der einen Seite eine Konferenz zu organisieren, die nur geladenen Rednern ein Rederecht einräumt und eines sich selbst organisierenden Open Space gibt es viele Möglichkeiten die Partizipation aller Teilnehmenden an einer Konferenz zu fördern, um einen wirklichen Dialog und transdisziplinären Diskurs in Gang zu setzen.

Dazu gehören nicht nur die üblichen Ice Breaker Parties und andere eine Konferenz begleitenden social programs. Mittlerweile wurden viele Ansätze und Möglichkeiten entwickelt mit Ritualenxii oder auch künstlerischen Elementenxiii Konferenzen anders zu gestalten, um eine mit allen Sinnen erfahrbare Partizipation möglich zu machen.

Dazu gehört auch die von den beiden Autoren entwickelte Idee eines Magic Round Table’s oder eines Rundgespräches, das auf dem Prinzip beruht, die Vorstellung einer passiven Zuhörerin und eines aktiven Redners zu hinterfragen und durch die Visualisierung von Redezeit die Möglichkeit zu schaffen diese in Zuhörzeit umzuwandeln, indem man sie verschenktxiv und damit auch im Sinne von Heinz Foerster an das hermeneutische Prinzip vom Hörer und vom Sprecher zu erinnern: Der Hörer, nicht der Sprecher, bestimmt die Bedeutung einer Aussage.“xv


Das Gespräch – ein Tanz: mal führt der eine, mal der andere

Side - Events und Open - Forum Rundgespräche

Sicher kann das offene Format eines Open Space’s nicht für jede Konferenz angebracht sein, doch wir sollten das Bedürfnis der Teilnehmerinnen nach informeller Begegnung ernst nehmen und altherbrachte Traditionen Konferenzen zu organisieren in Frage stellen, indem wir entsprechend den Bedürfnissen und Erwartungen einen idealen Weg für jede spezifische Veranstaltung suchenxvi. Dabei hilft es vielleicht auch, die spielerische Komponente und die Freude an der Begegnung mit anderen in den Mittelpunkt zu stellen. Wie formuliert es der Systemwissenschaftler Heinz von Foerster so schön: „Ich lade meine Partner im Gespräch ein...das ist ein Spiel, in das wir eintreten. Im Tanz führt einmal der eine, einmal der andere. Die Musik ist da – sie tanzen.“xvii


Großgruppen und OnlineVerfahren




Dank und Epilog

Mein Dank geht an Freunde auf dem Weg, die entscheidendes zur Vertiefung und Weiterentwicklung der Methode Rundgespräch gerade mit Blick auf die Fülle von Methoden und Verfahren beigetragen und mitgeholfen haben. Last not Least sind neben Hauptrichtungen die einbezogen werden müssen: Socartischer Dialog, die Agora, Gadamer mit seinem „Hermeneutischen Gespräch“, David Bohm „Collective Meaning“, Martin Buber, Habermas mit seiner „Communicative Action“, Bakhtin's „Dialogical Imagination“, Paolo Freire im Bereich Bildung und Gesellschaftlicher Aktion, Gutierrez mit ***, Schleiermacher mit ***, und Facilitated Dialog, Die Art of Hosting, Harrison Owen mit seiem Open Space, die * mit World Cafe, Barbara Marx-Hubbard mit Ihren Syncons, und Doxiadis, Hassan Ozbekhan and John Warfied mit Ihrem denken an Group and Clan Think und die Einordnung in das Thema Planung, Gesellschafts- und Zukunftsgestaltung -

und natürlich ein unvollständiger kurzer Auszug von Freunde und Kollegen die ich selbst kennenlernen oder mit arbeiten durfte. Alfred Schinz, Robert Jungk, Anthony Judge, Nadia McLaren & Robert Pollard (DaZiBao), Jerome Glenn, Mathew Shapiro, Danan Perry, Walter Bogan, Alexander Christakis, Ken Bausch, Peter Johnes, Jacky W***, La Donna Harris, Peter Dienel, Franz Nahrada, Michael Pannwitz, aber ach Weltcafe ** etc. Freaks, Synergetic Convergence,. Future Conferences, .... und last not least Sherryl Stalinski und Farah Lenser who helped immensely in communicating, exercising, and finally casting it into words.






BAUSTELLE !! STEINBRUCH !! - noch zu ändern – Text wird gerade entwickelt.

Nicht zitieren – nur zur „grob“ Vorabinformation !


Ausgewählte Literatur- Einführungstexte:

Deutsch

Gesprächs- und Entscheidungskultur: Rundgespräche und Vereinbarungen als Elemente einer wünschenswerten, zukünftigen Zivilgesellschaft; In: Das Verbindende der Kulturen | The Unifying Aspects of Cultures | Les points communs des cultures, auch Trans Internet-Zeitschrift für Kulturwissenschaften, No. 15, September 2005, http://www.inst.at/trans/15Nr/08_3/benking_lenser15.htm

Gesprächskulturund Runde Tische, http://www.open-forum.de/Gespraechskultur.htm


Rundgespräche - Eine wichtige Gesprächskultur als Voraussetzung für eine Ethik des Miteinander, Ethik-Kodex 2000
Antworten auf die Frage nach dem Sinn, Welt-Ethik-Gipfel, Seebad Kühlungsborn, D. Fischer Verlag - ISBN 3-923135-46-7 - Seiten 207-212,
http://www.open-forum.de/events/Ethik-Roundtable-2000.html

Räume Öffnen: Kreativität durch Dialog, Traumland Intensivstation, ******* ISBN ******2006, http://www.traumland-intensivstation.de/, http://www.open-forum.de/traumland-dialog.htm

Dialog im Zirkus - Wir lernen sprechen, Wähle dich selbst, CHANCE 2000, Christoph Schlingensief, 1999, http://open-forum.de/wahlkampfzirkus-wir-lernen-sprechen.htm

Gespraechskultur versus babylonisches Gegeneinander, Entertainment und Politainment beherrschen das politische Rund, Gespraechskultur versus babylonisches Gegeneinander, EINSEITIG, http://einseitig.info/html/content.php?txtid=346

Offene Gespraechsrunden - magisches Verstehen - Bausteine fuer eine neue Gespraechs- und Entscheidungskultur, EINSEITIG, 2005 http://www.einseitig.info/html/content.php?txtid=359

weitere: http://www.farah-lenser.de/internet-links-dialog.htm

Zusammenfassung von Veranstaltungen 1995-2008 und Meinungen von Teilnehmenden nach einem Rundgespraech:

http://farah-lenser.de/openforumopenspace.html

http://open-forum.de/past-events/

http://open-forum.de/events/roundtable-outcomes.htm

http://open-forum.de/events/AGORA-OUTCOMES-Chania-EcoTHEE-2008.htm


Englisch

New Agoras for the 21st Century:Conscious Self-Guided Evolution, Cultivating Dialogue with Magic Round Tables, IFSR, FUSCHL2002, http://www.open-forum.de/AGORA-Fuschl2002-lenser-benking.htm

WORLD FUTURES: (Taylor and Francis), Using Systems Thinking to Construct Agoras of the Global Village 1/2. 2004- TOWARDS A NEW COVENANT: EMBRACING A DIALOGUE AND DECISION CULTURE TO ADDRESS THE CHALLENGES OF THE AGORAS OF THE 21ST CENTURYhttp://open-forum.de/Dialogue_and_DecisionCulture.html - Internal scholarly review copy: http://benking.de/Dialogue_and_Decision-Culture.htm

WORLD-UNITY-DAYS - First Virtual Congress on World Citizenship and Democratic Global Governance - Dialogues and Conversations , Participation and Moderation/Mediation: Ways and Means towards Re-inventing Democracy and Good-Governance, http://benking.de/dialog/dialogues-conversations/

DIALOGUE AMONG CIVILIZATIONS, GLOBAL SCHOLARLY PUBLICATIONS, Dialogue Toward Unity in Diversity

http://benking.de/dialog/dialog-among-civilizations.htm IDEC 2006 - WORLD DEMOCRATIC SCHOOLS VIDEO CONFERENCE

Topic 1: Dialogue- and Conversation-formats for co-creative and open participation and democracy - Topic 2: Worldmapping and Worldviews: Earth-Literacy, Map & Model Literacy http://benking.de/educations/idec2006/index-Dateien/frame.htm


 ICSU CODATA 2005 , Multi-Track Conferencing and Round-Table side-events,  http://benking.de/systems/codata/roundtables/


Dialogue Culture, Sessions and open dialog - magic roundtables- al and compassionate empowering, sharing, and co-creation, David Bohm Dialogues, http://benking.de/dialog/LJUBLJANA-DIALOGUES.html

Dialogue Culture - Towards a climate of intellectual and compassionate empowering, sharing, and co-creation, Ceptual Institute, 1998, http://www.ceptualinstitute.com/genre/benking/dialogue-culture.htm


I recommed: http://www.uia.be/en/node/140 and http://www.laetusinpraesens.org/themes/azdialo.php

and selected websites on Dialog: http://www.laetusinpraesens.org/links/webdial.php


Literaturempfehlungen, Referenzen, Fußnoten

Manitonquat (Medicine Story), The Circle Way by Story Stone Publ., Greenville 1997;The Ceremonial Circle by S.Cahill & J. Halpern SF, Harper & Row 1990. Online: http://www.circleway.org/circle_way_prologue.htm

Kauffman, Stewart, AT HOME IN THE UNIVERSE, Oxford Univ. Press, 1995

Lenser, Farah, Interview mit Harrison Owen, Teil 1: „Open Spaces, kein oben, kein unten“, in einseitig.info: http://www.einseitig.info/html/content.php?txtid=369 Teil 2: „Open Spaces und die Kraftentfaltung lernender Systeme“: Online: http://einseitig.info/html/content.php?txtid=376



Steinbruch: Notes:

Proposal: ALF

Weitere Texte und Fußnoten:

Wir Lernen Sprechen **** Schlingel

CODATA _ Multi-Modal Konferenz Beiprogramm und Side Events ! History und Background

Ankündigung ! DIENEL !???

ADD: SCHOLARLY UN mit Kofi...

http://coforum.de/index.php?GemeinschaftsKunst

siehe auch: Rundgespräche – Demokratie neu erfinden & IMPRESSIONEN des OPEN SPACE

http://www.open-forum.de/Gespraechskultur.htm http://farah-lenser.de/openforumopenspace.html

http://idebanken.no/english/Newdialogues/hoved.html

und history of PNYV http://www.worldfutureschool.org/index.php?id=597



When do transformative initiatives really transform? A typology of different paths for transition to a sustainable society

Kjell Dahle

http://idebanken.no/english/Newdialogues/hoved.html

http://www.sciencedirect.com/science?_ob=ArticleURL&_udi=B6V65-4MRNCY7-1&_user=10&_rdoc=1&_fmt=&_orig=search&_sort=d&view=c&_version=1&_urlVersion=0&_userid=10&md5=b288d028dc5793b99af70e7849b32589


[PDF] Democracy and Futures

Dateiformat: PDF/Adobe Acrobat
Director
Jerome Glenn (USA). 69. Beyond dreaming of democracy… ...... democratic principles by developing and using participatory methods in the outlining ...
web.eduskunta.fi/dman/Document.phx?documentId=ki11307102558376&cmd=download


And Future Research Methods with Chapter 14 on Participatory Methods by:

Amazon.com: Futures Research Methodology, v2.0: Jerome C. Glenn ...

Participatory Methods; 15. Simulation and Games; 16. Genius Forecasting, Vision, and Intuition; 17. Normative Forecasting; 18. S&T Road Mapping; 19. ...
www.amazon.com/Futures-Research-Methodology-Jerome-Glenn/dp/097220511X


See also the discussion around the Bootstrap Institute about IBIS and hyperIBIS and Future Research

Doug Engelbart's Colloquium at Stanford | Biography: Jerome Glenn

 - [ Diese Seite übersetzen ]

Engelbart's Colloquium , the unfinished revolution held at Stanford University. Goals. Chronicle. Colloquium. ...
www.bootstrap.org/colloquium/biographies/bio_glenn.html


STEINBRUCH:



Erwartungsmanagement

Erwartungen

nicht als Ergebnis den Austausch auf Basis

. Eine besondere Form selbst organisierten Settings sind der seit geraumer Zeit sehr in Mode gekommene Open Space, eine Methode, die von dem Organisationsberater Harrison Owen initiiert wurde, oder die hier bei der I3 durchgeführten Open-Forum Rundgespräche. Viele anderen Formate wie WorldCafe, Planungszellen, FutureSearch, Zukunftswerkstätten, ... sind angebracht und wichtig und dienen der Gemeinschaftsbildung, Lösungsfindung oder Mediation. Dazu findet sich weiteres Materialxix in der Literaturempfehlungen und Referenzen.

Dabei werden alle Teilnehmenden zu einem speziellem oder freien Thema eingeladen oder treffen sich zufällig, wie auf einem Markt, und können sich dann zu einer Frage oder ein Kreis von Themen die ausreichend Interesse und Betroffenheit mobilisiert kurz-oder längerfristig versammeln.


Bohm, David, On Dialogue, Routledge, London und New York, 1996, On Dialogue

iihttp://www.ifa-verlag.de/QUALIFIZ/WEITERBI/FORTBILD/AEVO/DOZENTEN/METHODEN/RUNDGESP.HTM

iii

ivDer Autor hat noch 7 ± 2 als ideale Teilnehmerzahl für Stammtische gelernt – genauso wie es „tammtischfeste“ Unterlagen gibt – eine ungeschriebene Regel die sicherstellt das Teilnehmer durch Inhalte und Argumente im Gespräch, statt mit Materialien die keiner so schnell lesen kann, konfrontiert werden sollen. Siehe zu Zahle und dem Maß der Komplexität die I Menschen verarbeiten können *******

vhttp://benking.de/open-forum/dialog/Transcultural_Dialog_and_Peace.htm

vihttp://open-forum.de/re-invent-democracy1995.html

viiOhne Zusammenhang kein Zusammenhalt, Essay.... IN: Kultur der Verweigerung – Das konstruktive Nein, Bölau Verlag Wien, 1999

viii "Neue" Arbeitsformen und gemeinschaftliches Handeln - Rahmenbedingungen und Entwicklungstendenzen im ländlichen Raum Brandenburgs, IN: Bonas, I., et. al. 2005, Gemeinschaftsnutzungsstrategien für eine nachhaltige lokale Entwicklung, München, oekom, August 2005, http://benking.de/culture/cognitive-panorama-schumacher.htm

ix(Stammtisch – Zusammenhang – Zusammenhalt)

xBohm, David, On Dialogue, Routledge, London und New York, 1996, Online: http://www.david-bohm.net/dialogue/ und http://www.laetusinpraesens.org/links/webdial.php

xiWohlgemerkt Rundgespräche finde oft als Parallelprogramm (side-events) zu Veranstaltungen statt, zum warmwerden und kennenlernen, parallel zu den Tracks, als Halbzeit oder Abschlussrunde. Jedes Format hat seinen Ort und seine Zeit und es kommt auf die jeweiligen Rahmenbedingungen und Erwartungen an.

xiiVielleicht auch Agora – aber nicht Aufmerksamkeits- und Redezeit Ökonomie ! Denn es geht um mehr also „nomos“ bennennen und zählen – eher Aufmerksamkeitsökologie. Diese Thematik wurde intensiv unter Oikos. Ecumene, Ecudomy LINK *** aufgearbeitet. Es geht nicht darum nur zuzuteilen, sondern darum das Haus und die Welt in Ordnung zu halten, über Zeit und Raumhorizonte hinweg. Jonas **** Ordnung und Maß ****

xiiiAnthony Judge – Dialog: Methoden Verfahren – Zeitkredite http://www.laetusinpraesens.org/links/webdial.php

xivPollard – McLaren, DaZiBao – wir haben es auch FGF ** 1995 *** siehe oben Verfahen von Anthony Judge ***

xvDer Autor fühlt sich hier als „Brother in Co-creation“ von Barbara Marx-Hubbard angesprochen. Sie hat mit SynCons in den USA, auf Augnhöhe mit Robert Jungks Zukunftswerkstätten und Peter Dienels Planungszellen die Citizens einbezogen. Siehe auch Consultative und andere Verfahren auf gleicher Augenhöhe, und gegen das Gutachterunwesen Themen tief, geordnet und abschliessend zu behandeln.

Xvi FGF Viewletter – siehe auch CoB Viewsletter – hier eine Beispielausgabe zu Bildung und Dialog „Seeds of Change“:

http://benking.de/cob/COB-VL2-seeds-of-change.pdf hier nur das Profil Benking: http://benking.de/cob/viewsletter-seeds-of-change.html und Giesecke: Kreative Medien im Dialog: Siehe Modul 6, und diese Reihe: Dialog und Lernen: http://benking.de/INST/TUAC/08_3inhalt.htm

xviiSiehe auch Harnessing the Wisdom of the People-- eine andere Baustelle... Siehe diesen Brief (PDF) ****

xviiiIdeasbanken, Kjell Dahle, Oslo, Jungk Albery, Funch,...****

xixSiehe www.benking.de/dialog und www.open-forum.de und und Millennium Projekt, Gemeinsinn, Stiftung Mitarbeit,....***



iGesprächs- und Entscheidungskultur: Rundgespräche und Vereinbarungen als Elemente einer wünschenswerten, zukünftigen Zivilgesellschaft; In: Das Verbindende der Kulturen | The Unifying Aspects of Cultures | Les points communs des cultures, auch Trans Internet-Zeitschrift für Kulturwissenschaften, No. 15, September 2005, http://www.inst.at/trans/15Nr/08_3/benking_lenser15.htm

iiInviting and Sharing Voices and Views – The Art of the Arts“ (2. Seite) http://benking.de/cob/COB-VL2-seeds-of-change.pdf

iiiSiehe die gesamte Serie von Huntergrundpapieren: http://benking.de/open-forum/OF_Background_paper_1.html

und http://benking.de/open-forum/OF_Backgroundpapers/

iv Bohm, David, On Dialogue, Routledge, London und New York, 1996

v Buber, Martin, Das dialogische Prinzip, Gersloher Verlagshaus, Gersloh, 2002; Martin Buber – Philosoph des Dialogs, http://www.inidia.de/buber.htm

viLenser, Farah, Interview mit Harrison Owen, a.a.O. / siehe dazu auch: Owen, Harrison, The Power of Spirit, How Organisations Transform, Berrett-Koehler Publishers, San Francisco, 2000

viiCsikszentmihalyi, Mihaly, Das flow-Erlebnis – Jenseits von Angst und Langeweile: Im Tun aufgehen, Stuttgart:Klett-Kotta 1987

viii Habermas Jürgen, Erkenntnis und Interesse, Frankfurt a.M. 1968 siehe auch: Theorie des kommunikativen Handelns (Bd.1: Handlungsrationalitund gesellschaftliche Rationalisierung, Bd. 2: Zur Kritik der funktionalistischen Vernunft), Frankfurt a.M. 1981


ixCONSCIOUS EVOLUTION OF HUMANITY: USING SYSTEMS THINKING TO CONSTRUCT AGORAS OF THE GLOBAL VILLAGE, The 47th Annual Meeting of the International Society for the Systems Sciences (ISSS), Kreta 2003, http://www.isss.org/conferences/crete2003/

xAmericans for Indian Opportunity (AIO). Available at http://www.aio.org and Advancement of Maori Opportunity (AMO) http://www.arno.co.nz, jointly sponsored by Wisdom of the People Forum (WOPF)


xiChristakis, Aleco, A People Science: The CogniScope Systems Approach, 1996 und Christakis, A., The Dialogue Game, Paoli, Pennsylvania: CWA Ltd. Available at http://www.cwaltd.com, und How People Harness Their Collective Wisdom and Power to Create the Future to construct the Future in Co-Laboratories of Democracy, 2006, http://www.cwaltd.com/q83.html siehe Transformational Dialogues http://blogora.wetpaint.com/

xiiWeber, Susanne Maria, Rituale der Transformation, Grogruppenverfahren als pagogisches Wissen am Markt, VS-Verlag Wiesbaden 2005

xiiisiehe dazu: die SemiNarren, unternehmen’s Beratung! http://www.seminarren.at


xivCultivating Dialogue with Magic Round Tables, Team 1, New Agoras for the 21st Century:  Conscious Self-Guided Evolution, http://open-forum.de/agora-fuschl-lenser-benking.htm Twelfth IFSR-Fuschl Conversations 2004, IFSR, http://go.just.to/fuschl und TRANS Nr. 15: 8.3. Dialog und Lernen, Gesprhs- und Entscheidungskultur: Der Beitrag: "Gesprhs- und Entscheidungskultur: Rundgesprhe und Vereinbarungen als Elemente einer wschenswerten, zukftigen Zivilgesellschaft", http://benking.de/INST/TUAC/08_3inhalt.htm, und Alternatives for Marrying Lectures, Sessions, and Tracks with an Open Format Dialogue Culture, Proposing additional Time-Credit-Based Dialogues (Open-Forum Magic Round-Tables) for intensive conversations at scientific, social, or political gatherings, ICSU-CODATA, Berlin 2005, http://open-forum.de/ISGI_open-format.htm

xvHeinz von Foerster, Der Anfang von Himmel und Erde hat keinen Namen, Kulturverlag Kadmos, Berlin 20***

xviWie z.B. bei einer Konferenz der Systemswissenschaftler mit dem Titel „100 Jahre Bertalanffy“ in Wien, 2001, http://open-forum.de/Dialogue_toward_Unity_in_Diversity.htm, wo neben den Fachbeitren ein offener, aber geordneter Dialog helfen konnte, ein produktives Gegengewicht zu einer Fle von Expertisen zu schaffen und damit eine Neue Qualitdes wissenschaftlichen Austausches zu erzeugen. http://www.open-forum.de/re-invent-democracy2001.html oder bei Grossveranstaltungen wie der Sommeruniversitin Berlin1995, die sich er einen Zeitraum von einem Monat erstreckte und mehr als 1000 Teilnehmenden umfasste, wo die Autoren parallel zum Vortragsprogramm nicht nur einen Raum fRundgesprhe gestalteten, aus dem heraus sich ein von den Teilnehmenden selbst entwickeltes zuszliches Vortragsprogramm ergab, sondern wo sich Teilnehmende auch mit Hilfe eines Konferenz - Newsletters als Teilnehmer-Mitteilungsblatt (DaZiBao) mitteilen und austauschen konnten. http://habitat.igc.org/people/http://www.open-forum.de/cultures-generations-dialogue.html (vergleiche dazu auch Fußnote 16).

xviiFoerster von, Heinz, Der Anfang von Himmel und Erde hat keinen Namen, a.a.O.